Da nun schon Miss Wunder und Frau Ose ihre Erlebnisberichte zum Besten gegeben haben wird es langsam Zeit mit meinem nachzuziehen. Langsam verklären sich die Erinnerungen ja auch zu einer “Ach war das toll” Gesamterinnerung und lustige, komische Details verschwinden in ihrem Schatten…

Freitag
Auch ich lauf Freitag morgen wie ein aufgeregtes Huhn durch die Wohnung und durch die Stadt. Noch schnell bei Dm das Toiletten-Survivalpacket kaufen: Papierklobrillen, Sagrotantücher und feuchte Waschlappen. Ausserdem war ich noch auf der Suche nach Einmalregencapes, doch irgendwie sind schon Leute vor mir auf die Idee gekommen, die waren ausverkauft. “Gibt’s an Karneval wieder.” Na toll, dann brauch ich die nicht mehr. Egal, zurück nach hause und Tasche packen. 12:30 dann bei Anne. Christoph und ich haben uns gepäckmäßig Gott sei Dank in Grenzen gehalten, denn Anne und Claudi hatten so viele Taschen, dass es aussah als würden sie in die Eifel auswandern wollen. Nachdem dann alles im Auto verstaut war und wir uns noch kollektiv die Fingernägel lackiert hatten (ausgenommen Christoph-soll ich hier schreiben, damit keine falschen Gerüchte aufkommen) ging unsere Pilgerfahrt gen C1 los. Im Regen, aber das störte uns nicht. Anne zückte nach 10 Minuten unsere Wodka-Vanille-im Babyglässchen getarnten Alkohowackelpeter und wir hatten Spaß. Nachdem wir dann, obwohl wir uns nicht über die Ausfahrt einig waren im näheren Umkreis des Festivals angelangt waren, mogelten wir uns mit den Vipkarten bis zum C1 Parkplatz durch. “Komisch. alle haben schon ein Zelt hier stehen!” Da wir ja gut durchgekommen sind hatten wir noch Zeit das Zelt aufzustellen und das Fäßchen aufzumachen. Christoph nimmt das dann auch gleich den Berg mit hoch, “wird ja schal wenn wir das hierlassen.” Schlagendes Argument.

Ohje, doch schon wieder lange her mit Rock am Ring, aber ich versuch mir noch ein bisschen was ins Gedächtnis zu rufen. Freitag also Berg rauf (im Regen, immernoch). Der Berg, mit einem gefühlten Steigungswinkel von 90° bleibt auch den Rest des Wochenendes anstrengend und ruft bei mir Schnappatmung hervor. Freitag haben wir dann schon viele tolle Acts gesehen. Mein Favorite Freitagabend, der Herr Jan Delay. Einfach eine super Liveshow. Und Razorlight waren auch gut, und Rechtsträger. Bei den Arctic Monkeys, die ich ja auch gern höre wars mir einfach zu voll, und ich war nur damit beschäftigt mich auf den Beinen zu halten (nicht wegen übermäßigen Alkoholkonsum, sondern wegen den drängelnden Leuten).

to be continued…

  

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